Mit dem Rollstuhl in die USA – ein Erfahrungsbericht
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Grand Canyon

Nachdem wir in Las Vegas noch von der Wärme verwöhnt waren, schockten uns (in kurzen Hosen) die 5°C bei Ankunft am Hotel direkt am Grand Canyon Nationalpark schon etwas…allerdings war diese Temperatur für die Jahreszeit, die Höhenlage (über 2.000 m) und die abendliche Stunde auch nicht ungewöhnlich. So konnte es am nächsten Tag in Richtung des Canyon gehen. Das war einfach nur atemberaubend.

Die Einfahrt in den Nationalpark war meiner Meinung nach sehr günstig, wir mussten für unser Fahrzeug 25 $ zahlen und hätten damit 7 Tage freie Fahrt am südlichen Teil des Canyon gehabt. Die eineinhalb Tage, die wir da waren, reichten aber auch aus, um die meisten Aussichtspunkte sehen und genießen zu können. Als Rollstuhlfahrer bekommt man am Eingang einen Code, mit dem sich eine Schranke zu eigentlich abgesperrten Bereichen öffnen lässt. Der „normale“ Tourist muss (auch barrierefreie) Shuttle-Busse benutzen oder wandern, um von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zu gelangen.



Panorama-Blick über den Canyon

Auf den Wanderrouten gibt es teilweise sogar auch extra rollstuhlgerecht gekennzeichnete Wege, die schön asphaltiert und somit leicht befahrbar sind. Auf den anderen Wegen ist zwar auch Asphalt, jedoch ist es etwas unebener, als fitter Rolli-Fahrer kommt man da aber auch weiter. Die Aussichtspunkte sind z.T. zugänglich, da die Natur eben nicht immer barrierefrei ist und im Nationalpark (glücklicherweise) alles recht ursprünglich belassen wurde. An den schönsten Plätzen kommt man auf jeden Fall bis ganz nach vorne, um die atemberaubenden Ausblicke zu bestaunen.





Teilweise kommt man ohne Absperrung recht nah an den Abgrund...

Schön fanden wir auch, dass es zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht zu touristisch überlaufen war, was gerade nach Las Vegas schon wohltuend war. Auf jeden Fall hat sich der Besuch gelohnt und vielleicht schauen wir uns bei der nächsten USA-Reise auch noch den nördlichen Teil des Grand Canyons an.

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