Mit dem Rollstuhl in die USA – ein Erfahrungsbericht
New York - San Francisco - Los Angeles - Las Vegas - Grand Canyon

New York

New York ist eine großartige Stadt. Wir hatten ein Hotel direkt am Times Square gewählt (Hotel Mela, 120 W 44th St), um keine allzu weiten Wege zu haben. Mit dem Jetlag hatten wir keine Probleme. Als wir gegen 16 Uhr Ortszeit am Hotel ankamen, hielten wir noch bis ca. 20 Uhr durch, schliefen bis zum nächsten Morgen und ab dann waren wir „in der Reihe“. 

Um zu den geplanten Zielen zu gelangen, nutzten wir die New Yorker Metro. Diese ist teilweise barrierefrei, d.h. nicht jede Station verfügt über einen Aufzug oder eine Rolltreppe. Die größeren Haltepunkte in der Nähe der Sehenswürdigkeiten sind aber allesamt zugänglich, sodass man mit entsprechender Routenplanung keine Probleme hat. 

Wir besuchten am ersten „richtigen“ Tag den Stadtteil Brooklyn, um von einer Promenade eine tolle Aussicht auf die Skyline zu haben. Anschließend gelangten wir über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan und machten uns auf den Weg in Richtung des neuen World Trade Center und Ground Zero. Dort besuchten wir auch das Museum, in dem an die Anschläge von 2001 erinnert wird. Ein sehr schönes Andenken an die Opfer, auch wenn darin eine etwas bedrückende Atmosphäre herrscht. 
 

Blick auf die New Yorker Skyline

Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Fähre an der Freiheitsstatue vorbei und besuchten anschließend den Stadtteil Chinatown. Leider hatten wir dabei mit starkem Regen zu kämpfen, sodass der Spaß etwas verloren ging und wir froh waren, als es wieder trocken wurde.  
 


Freiheitsstatue

Sonntags stand American Football im Vordergrund. Wir besuchten ein Spiel der New York Giants gegen die Arizona Cardinals. An die Tickets zu kommen, war gar nicht so schwierig, da es (im Gegensatz zu Stadien in Deutschland) unzählige Rollstuhlplätze rund um das Stadion sowie auf allen drei Ebenen gibt. Ich hatte bereits 4-5 Monate zuvor per Mail eine erste Anfrage gestellt und so klappte es letztendlich mit dem Besuch des Spiels.  



Blick aufs Spielfeld von den Rolli-Plätzen aus

Abends besuchten wir eine im Reiseführer angepriesene „Rooftop Bar“ in der Nähe des Empire State Buildings. Hier zeigte sich wieder, dass in den USA alles versucht wird, um einem Rollifahrer Zugang zu verschaffen. Nachdem wir mit dem Aufzug nach oben gefahren waren, standen wir vor einer Treppe, die aufs Dach führte. Auf Nachfrage stellte sich aber heraus, dass in der hinteren Ecke noch ein kleiner Fahrstuhl ist, der nach ganz oben führt. Er musste zwar erst noch für uns in Betrieb genommen werden, dies wurde jedoch gerne getan. 

Montags besuchten wir das Rockefeller Center, um einen fantastischen Blick über Manhattan bei Tag zu erlangen. Anschließend ging es in die grüne Oase von Manhattan, den Central Park. Dienstags stand dann eine kleine Shopping-Tour auf dem Programm, ehe wir abends auf das Empire State Building gingen. Dort hatten wir eine beeindruckende Aussicht auf die nächtliche Stadt.


Aussicht vom Dach des Rockefeller Center über Stadt und Central Park


Relaxen im Central Park



Skyline bei Nacht, fotografiert vom Empire State Building


Weiter ging es am nächsten Tag...
>>>> San Francisco